Know How

zelten  im Winter und ein wärmendes Feuer - so wirds gemacht

Zelten im Winter

 

Ist man auf einer zwei oder mehrtägigen Tour unterwegs und übernachtet nicht in einer Hütte, ist es wichtig die richtige Stelle für sein Camp auszuwählen. Eins vom wichtigsten ist  dass man Wasser in unmittelbarer Nähe des Camps hat. Erst wenn man kein Wasser zur Verfügung hat merkt man wie wichtig das kostbare Nass ist. Wasser braucht man zum Trinken, kochen, waschen, backen usw. Auch im Winter wenn Schnee liegt wird man sich glücklich schätzen Wasser aus einen Bach oder See zu holen anstatt Schnee zu schmelzen. 

 

 

 

Auswahl der Übernachtungsstelle

Wie immer bei Unternehmen in der Natur sollte man wissen was ist unter- oberhalb bzw. vor und hinter mir. Das gilt auch bei der Auswahl der Camp Stelle. Einige Tipps zum Aufsuchen der Übernachtungsstelle.

Rechtzeitig eine geeignete Camp Stelle  in Betracht ziehen

-Flache Fläche aufsuchen. Man schläft deutlich besser in der Ebene

-Mulden und Rinnen meiden. Bei Regen sammelt sich das Wasser in Rinnen.

-Nicht in Talsohlen Zelten. Kaltluft sinkt und es entstehen Kälteseen

-Windgeschützter Platz 

-Nicht zu weit von der Wasserquelle entfernt

-Zelteingang zur windabgewandten Seite aufstellen

Zeltaufbau Winter

Im Winter, wenn Schnee liegt kommen noch weitere Punkte dazu die man berücksichtigen muss. Falls man im Gebirge unterwegs ist spielt die Lawinengefahr eine wichtige Rolle. Selbst an Stellen, wo diese relativ gering ist, kann sie eine gewisse Gefahr mit sich bringen. Auch tiefer Schnee kann das fixieren des Zeltes erschweren. Der Eingang sollte im Winter nicht wie im Sommer zur windabgewandten Seite sondern im rechten Winkel zur Windrichtung liegen.


Ein bewährter Ablauf um sein Camp im Winter aufzustellen

1.     Rechtzeitig eine Camp Stelle aufsuchen. Im Winter sind die Tage kürzer und dunkeln schnell ein.

 

2.     Die Stelle ist gefunden. Sie ist Lawinensicher und im besten Fall ist ein offener Bach in der Nähe. Selbst bei Temperaturen von minus 25 Grad habe ich schon Wasser aus dem Bach geholt. Auch ein gefrorener See kann als Wasserlieferant dienen vorausgesetzt man hat einen Eisbohrer mit.

 

3.     Nun mit Schneeschuhen oder Skis den Schnee grossräumig platt drücken und zwar dort wo das Zelt stehen soll. Der Schnee wird nach einiger Zeit fest, selbst wenn er pulvrig ist, aber es geht eine gewisse Zeit, darum immer zuerst den Schnee plattdrücken.

 

4.     In der zwischen Zeit  Brennholz sammeln, ebenfalls Zweige sammeln diese sind eine hervorragende Isolation zwischen Schnee und Zelt.

 

5.     Feuerstell vorbereiten und anzünden, evtl. aufwärmen und etwas essen.

 

6.     Nun sollte auch der zuvor platt gedrückte Schnee fest genug sein um das Zelt auf zu stellen. Die gesammelten Äste als Unterlage auf den Schnee platzieren und das Zelt aufstellen

 

7.     Um das Zelt zu verankern können Zweige, Skistöcke, Skis, Schneeschuhe oder ein im Schnee eingegrabener Ast (Dead Man)usw. als Hering Ersatz dienen.

Das Wintercamp steht, das Feuer brennt, fehlt nur noch das gemütliche einrichten.


Feuer und Feuerstelle

Mit Sicherheit hat ein Lagerfeuer eine besondere Faszination wenn man in der Wildnis unterwegs ist. Ein Feuer hat nicht nur etwas Beruhigenden sondern einen hohen  praktischen Nutzen. Es spendet Licht, man kann sich aufwärmen und eignet sich hervorragend zum Kochen. Bei meinen Touren in Schweden wollten immer alle ein Feuer in der Natur machen, manche sogar 2-3-mal am Tag. Die Faszination aus dem verschneiten Wald Brennholz zu sammeln um anschliessend  vor dem Lagerfeuer zu sitzen, etwas zu kochen und sich aufzuwärmen, hat auch mich in den Bann gezogen. 

so gehts

gleich etwas auf dem Feuer kochen


Muurikka Grillpfanne mit Handgriff und Tasche


Ratschläge & Tipps

 

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